Jet Li

Geboren am 26. April 1963

Peking, Volksrepublik China




Portrait | Filmographie | Auszeichnungen




Li Lian Jie, wie Jet Li als Kind noch heißt, verliert seinen Vater als er erst zwei Jahre alt ist. Nach dem Verlust des Oberhauptes rückt die Familie enger zusammen, die Mutter muß den kleinen Li und seine fünf Geschwister mit dem Verkauf von Busfahrkarten über Wasser halten. So lernt Li schon sehr früh strenge Disziplin, da die Kinder die Mutter schuften sehen und versuchen ihr das schwere Leben zu erleichtern. So ist es auch nicht verwunderlich, daß er in der Schule glänzende Leistungen bringt. Bald tritt er, angelockt von der Aussicht auf freie Verpflegung und Einkleidung, in eine Pekinger Wu-Shu-Schule ein um die Mutter weiter zu entlasten. Auch dort tut er sich durch eiserne Disziplin und hervorragende Leistungen hervor, jeden Nachmittag verbringt er mit Wu-Shu-Training. Das zahlt sich bald aus, schon im jugendlichen Alter von elf Jahren gelingt es ihm, die chinesischen Wu-Shu Meisterschaften zu gewinnen, ein Kunststück, das ihm bis Ende der 70er-Jahre fünf Mal gelingen sollte. Am Ende seiner aktiven Zeit als Sportler bringt er es bis zum Posten des Nationaltrainers seines Landes.

 

Mitte der 70er Jahre spricht ihn ein Film-Manager bei einem Wu-Shu-Schaukampf in Hongkong an, ob er nicht Filmstar werden würde. Die Idee ist geboren und der kleine Li kann es kaum erwarten groß zu werden, um in Filmen mitzuspielen. Im Jahr 1982 dreht er dann endlich seinen ersten Spielfilm Shaolin Temple. Es ist der erste Martial Arts-Film in China, er löst unerwartete Begeisterung vor allem unter den Jugendlichen aus, die den traditionellen Kampfsport und die damit verbundene philosophische Weltanschauung neu für sich entdecken. Die Regierung muß sogar Studenten ermahnen, ihre Studien nicht zugunsten einer Shaolin-Ausbildung abzubrechen. Dieser Film ist auch der perfekte Karriere-Start für Li Lian Jie, der sich nun Jet Li nennt. Zuerst dreht er ein Sequel von Shaolin Temple, zieht sich für drei Jahre zurück und hat dann mit Born to Defend einen neuerlichen Erfolg.

 

Nach einigen weiteren Filmen wird Jet Li mehr und mehr zu einem scharfen Konkurrenten des bis dahin unangefochtenen Jackie Chan. So wird dann auch Amerika auf den chinesischen Newcomer aufmerksam, er startet in Hollywood mit Lethal Weapon 4 und sorgt dafür, daß endlich ein amerikanischer Film ordentliche Action-Szenen bekommt. Bis dahin hat er in seinen Filmen in der Heimat immer den rechtschaffen und moralisch einwandfreien Helden gespielt, nun ist er als dunkler Triadenchef der Bösewicht mit finsteren Absichten. Er hinterläßt so bei seinem amerikanischen Debut einen hervorragenden Eindruck. Erfolgsproduzent Joel Silver sieht das ähnlich und verpflichtete ihn für sein Actionspektakel Romeo Must Die, das dank Jet Li's brillianten Kampfkünsten zum Kassenschlager wird. 2001 ist er in dem Actionthriller Kiss of the Dragon, der aus der Feder von Luc Besson stammt, zu sehen. Regisseur James Wong beschäftigt sich in seinem Science-Fiction Film The One mit parallelen Welten, zwischen denen Jet Li hin und her reist, um seine anderen Ichs auszuschalten.

 

Der Erfolg hat auch Schattenseiten, durch seine Verpflichtungen bleibt wenig Zeit für Privates. So läßt er sich 1990 nach nur drei Jahren von seiner Frau Qiuyan Huang, mit der er zwei Töchter hat, scheiden. Aber Li lernt aus seinen Fehlern, er heiratet seine zweite Frau Nina Li Chi 1999 traditionell chinesisch und bekommt eine dritte Tochter. Seitdem scheint ihm ein großer Film Jahr zu genügen, was das Publikum nicht stört, solange sie weiter von gewohnter Jet-Li-Qualität sind...

 





Last update:  15:53 26/08 2010

 

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