
Laurence Fishburne
Geboren am 30. Juli 1961
Augusta, Georgia, USA


Portrait | Filmographie | Auszeichnungen

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"Ich habe nie beschlossen, Schauspieler zu werden. Ich war schon immer Schauspieler. Schon als ich zehn Jahre alt war. Das ist keine bewußte Entscheidung gewesen. Als ich klein war, wollte ich Arzt oder Basketballspieler werden. Dann wurde ich Schauspieler und mir war klar, daß ich mit diesem Beruf all das sein können würde, was ich jemals wollte". So erklärt Laurence Fishburne, warum er ein Filmstar geworden ist. Ganz so einfach wie es sich anhört ist es vielleicht nicht, vor allem wenn man aus zerrütteten Familienverhältnissen und dem New Yorker Stadtteil Brooklyn kommt. Aber Tatsache ist, daß der kleine Laurence schon im zarten Alter von zehn Jahren bei Schulaufführungen erste Bühnenerfahrungen sammelt und ein Jahr später erstmals im Fernsehen auftritt. Und bald danach, kaum ein weiteres Jahr später, folgt das Leinwanddebüt in "Cornbread, Earl & Me". Dann zieht er das große Los, eine kleine Notlüge bezüglich seines Alters, eigentlich ist er nicht alt genug, verhilft ihm zu einer Rolle im Antikriegs-Drama "Apocalypse Now" des Regie-Großmeisters Francis Ford Coppola.
In "The Golden Bowl"Coppola ist überzeugt von den Fähigkeiten Laurence Fishburnes und gibt ihm weitere Rollen in seinen Filmen "Rumble Fish", "Cotton Club" und "Der steinerne Garten". Mit diesen Referenzen gelingt es ihm, in weitern großen Produktionen Rollen zu ergattern. Er spielt in Steven Spielbergs "The Color Purple" neben Whoopi Goldberg, er wird von Sean Connery nach den Dreharbeiten zu "Im Sumpf des Verbrechens" in höchsten Tönen gelobt. Zeitweise läuft seine Karriere allerdings etwas schleppend, Rollen für schwarze Darsteller sind rar und oft sind sie stereotyp auf die Rolle des Bösewichts festgelegt. Laurence Fishburne dazu: "Ich habe viele böse Jungs gespielt, weil es die einzigen Rollen waren, die ich angeboten bekommen habe. Die Leute sehen mein Gesicht und bekommen einfach Angst". Bald geht es für ihn aber wieder aufwärts, für seine hervorragende Darstellung des Ike Turner in "Tina - What's Love Got To Do With It" bekommt er eine Nominierung für den Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller. In der Shakespeare-Verfilmung "Othello" mit Kenneth Branaugh und der wundervollen Irène Jacob ist er der erste Schwarze, der jemals die klangvolle Titelrolle spielt. Auch in der "Matrix"-Trilogie ist er auf der Seite der Guten. In "The Matrix", "The Matrix Reloaded" und "The Matrix Revolutions" spielt er die Rolle des Morpheus, der den Auserwählten sucht um den Fortbestand der Menschheit zu sichern.
Neben seinen Filmaktivitäten spielt der als harter Arbeiter bekannte und berüchtigte Fishburne auch weiterhin Theater. Er erhält für die Hauptrolle in der Broadway-Aufführung "Two Trains Running" den Tony Award als bester Schauspieler - immerhin die begehrteste amerikanische Auszeichnung für Bühnenschauspieler. Auch für diverse TV-Projekte ist er immer wieder im Einsatz. Trotz all dieser Arbeit bleibt noch Zeit für die Liebe. Kollegin Gina Torres ist zur Zeit die Dame seines Herzens, vorher war er verheiratet mit Hajna O. Moss, aus dieser Ehe stammen Sohn Langston und Tochter Montana. Für die Zukunft wünscht er sich weitere Projekte, die seinen Vorstellungen entsprechen: "Ich lasse das alles auf mich zukommen. Wenn die Figur einigermaßen intelligent ist, finde ich sie interessant. Ich muß die Figur nicht unbedingt mögen, die ich spiele. Ich muß nur sicher sein, daß diese Figur ein gewisses Maß von Intelligenz aufweist". Mit dieser Sorgfalt bei der Wahl seiner Rollen kann er seinen Bekanntheitsgrad sicher noch steigern. Dann passiert es ihm sicher nicht noch einmal, daß wie Mitte der 90er Leute auf ihn zukommen und sagen: "I loved you in Pulp Fiction, Mr. Jackson". Nicht, daß Laurence Fishburne etwas gegen Samuel L. hätte, aber der ist fast fünfzehn Jahre älter und was zu viel ist, ist zu viel...
Last update: 21:05 06/09 2005